Meine Zukunftsplaene und das Parkett


2010-07-02

Meine Zukunftsplaene und das Parkett

Ich hatte heute meinen ersten Arbeitstag in Deutschland. Es war eigentlich noch keine richtige Arbeit, sondern eine Einweisung. Ich habe mit einem erfahrenem Mitarbeiter gearbeitet, der bereits dort elf Jahre beschäftigt ist. Es war schrecklich, muss ich sagen. Schon abgesehen davon, dass es heute eine richtige Hitze gab, aber auch weil ich mir so viele neue Informationen merken sollte, dass es über menschlichen Verstand hinausgeht. Ich wurde schon am Morgen ziemlich schockiert, als ich in der Arbeit erschien. Man hat mir nämlich mitgeteilt, dass ich nicht hier arbeiten werde, sondern in einem ganz anderen Stadtteil. Da musste ich schnell eine Fahrkarte kaufen und dorthin fahren. Wir waren heute um drei Uhr fertig – wenn ich alleine arbeite, dann werde ich mindestens zwölf Stunden am Tag arbeiten. So ist es üblich, hat man mir gesagt. Das einzige, was mich die ganze Zeit tröstet, ist die Tatsache, dass ich viel Geld verdienen werde. Dafür werde ich mir sicherlich ein Parkett kaufen. Natürlich kein normales Parkett, sondern ein von größter Qualität. So gesehen, freue ich mich, dass ich die Arbeit bekommen habe. Für einen Polen ist es doch ein schöne Summe, solch ein Postbotengehalt.